Hinweis: Diese Inhalte wurden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überprüft (Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act).
Java
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Java ist eine objektorientierte Programmiersprache, deren Programme auf einer virtuellen Maschine laufen und dadurch ohne Änderung unter Linux, Windows und macOS funktionieren. Sie ist in Unternehmensanwendungen, Android-Apps und Serverprogrammen weit verbreitet.
Vorbemerkungen
- JDK und JRE: Zum Programmieren braucht man das JDK (Java Development Kit) mit Compiler
javac. Die JRE (Java Runtime Environment) allein kann Programme nur ausführen. Das JDK enthält die Laufzeitumgebung bereits. - OpenJDK 25: Ubuntu 26.04 liefert OpenJDK 25, die aktuelle Version mit Langzeitunterstützung (LTS). Das Paket
default-jdkverweist darauf und wird bei künftigen Ubuntu-Versionen automatisch auf die dann aktuelle LTS-Version umgestellt. Ältere und neuere Versionen (z. B.openjdk-21-jdk,openjdk-26-jdk) lassen sich zusätzlich installieren. - Kompakte Quelldateien: Seit Java 25 darf ein kleines Programm ohne Klassendeklaration und ohne
public staticgeschrieben werden. Das senkt die Einstiegshürde deutlich; die Anleitung zeigt beide Schreibweisen. - Entwicklungsumgebung: Für größere Projekte eignen sich IntelliJ IDEA, Eclipse IDE oder Visual Studio Code mit dem „Extension Pack for Java“.
Installation
1. Paketlisten aktualisieren
Damit apt die aktuellen Versionen aus den Ubuntu-Paketquellen kennt.
sudo apt update
2. JDK installieren
Installiert OpenJDK 25 mit Compiler javac, Laufzeitumgebung java und weiteren Werkzeugen wie jshell.
sudo apt install default-jdk
Prüfen: Die Ausgabe beginnt mit openjdk version "25…".
java -version
Prüfen: Auch der Compiler ist vorhanden.
javac -version
3. Optional: Build-Werkzeug Maven installieren
Maven lädt benötigte Bibliotheken automatisch herunter und baut Projekte nach einem festen Schema. Es wird z. B. für Spring Boot gebraucht.
sudo apt install maven
Prüfen:
mvn -version
4. Optional: Zwischen mehreren Java-Versionen wechseln
Nur nötig, wenn mehrere JDKs installiert sind. Der Befehl zeigt eine nummerierte Liste; die Eingabe der Nummer legt fest, welche Version der Befehl java startet. Für javac gibt es den gleichen Befehl mit javac am Ende.
sudo update-alternatives --config java
Erstes Programm
5. Arbeitsordner anlegen
Ein eigener Ordner für die Übungsdateien.
mkdir -p ~/java-uebung
6. In den Ordner wechseln
Alle folgenden Befehle beziehen sich auf diesen Ordner.
cd ~/java-uebung
7. Kompakte Quelldatei anlegen
Legt Hallo.java in der kurzen Schreibweise ab Java 25 an. Die Klasse IO liest eine Zeile von der Tastatur und gibt Text aus.
nano Hallo.java
Füge diesen Inhalt ein (im Terminal mit Strg+Umschalt+V), speichere mit Strg+O und Enter und beende nano mit Strg+X:
void main() {
String name = IO.readln("Wie heißt du? ");
IO.println("Hallo " + name + "!");
}
8. Quelldatei direkt starten
Bei einzelnen Dateien kann java den Quelltext selbst übersetzen und sofort ausführen. Ein getrennter Aufruf von javac ist nicht nötig.
java Hallo.java
Prüfen: Das Programm fragt nach einem Namen. Nach der Eingabe von z. B. Thorsten erscheint Hallo Thorsten!.
Klassische Schreibweise mit javac
9. Klasse anlegen
So sehen Java-Programme in Büchern, älteren Projekten und größeren Anwendungen aus: Jede Datei enthält eine Klasse, deren Name dem Dateinamen entspricht.
nano Rechner.java
Füge diesen Inhalt ein (im Terminal mit Strg+Umschalt+V), speichere mit Strg+O und Enter und beende nano mit Strg+X:
public class Rechner {
public static void main(String[] args) {
int summe = 0;
for (int i = 1; i <= 10; i++) {
summe += i;
}
System.out.println("Summe von 1 bis 10: " + summe);
}
}
10. Quelltext übersetzen
javac erzeugt die Datei Rechner.class mit dem Bytecode für die virtuelle Maschine.
javac Rechner.java
Prüfen: Im Ordner liegt jetzt Rechner.class.
ls
11. Programm starten
Beim Start wird nur der Klassenname angegeben, ohne .class.
java Rechner
Prüfen: Die Ausgabe lautet Summe von 1 bis 10: 55.
12. Optional: Mit JShell ausprobieren
jshell nimmt einzelne Java-Anweisungen entgegen und zeigt das Ergebnis sofort. Ideal zum Ausprobieren, z. B. Math.sqrt(2) oder "Java".repeat(3). Beenden mit /exit.
jshell
Wie geht es weiter?
- Projekte mit Maven:
mvn archetype:generatelegt ein vollständiges Projekt mit Ordnerstruktur und Testrahmen an. Gradle ist die verbreitete Alternative. - Webanwendungen: Die Anleitung Spring Boot baut darauf auf.
- Dokumentation: Die Beschreibung aller Klassen der Standardbibliothek steht als Javadoc auf den Seiten von Oracle bzw. OpenJDK; das Paket
openjdk-25-docinstalliert sie lokal.
Deinstallieren
1. Übungsordner entfernen
Löscht die Beispieldateien.
rm -rf ~/java-uebung
2. Maven entfernen
Nur nötig, wenn Maven installiert wurde.
sudo apt purge maven
3. JDK entfernen
Entfernt das Verweispaket und OpenJDK 25. Programme wie IntelliJ IDEA oder Eclipse bringen meist ein eigenes JDK mit und laufen weiter.
sudo apt purge default-jdk default-jdk-headless openjdk-25-jdk openjdk-25-jdk-headless
4. Laufzeitumgebung und Abhängigkeiten entfernen
Räumt die Laufzeitumgebung (openjdk-25-jre…) und weitere nur für Java installierte Pakete auf.
sudo apt autoremove
5. Heruntergeladene Maven-Bibliotheken löschen
Maven speichert Bibliotheken im Ordner ~/.m2. Wird Maven nicht mehr gebraucht, kann er weg.
rm -rf ~/.m2
Prüfen: Die Meldung lautet javac: Befehl nicht gefunden bzw. command not found.
javac -version
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