Logseq

Hinweis: Diese Inhalte wurden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überprüft (Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act).

Logseq ist ein Programm für Notizen und persönliches Wissensmanagement. Notizen werden als verschachtelte Stichpunkte (Blöcke) geschrieben und über Links und Tags miteinander verknüpft. Alle Inhalte liegen als gewöhnliche Markdown-Dateien in einem Ordner auf deinem Rechner, nicht in einer Cloud.

Vorbemerkungen

  • Kein apt-Paket: Logseq ist nicht in den Ubuntu-Paketquellen enthalten. Diese Anleitung installiert es deshalb als Snap. Das Snap wird unter dem Herausgeber „Logseq, Inc.“ veröffentlicht.
  • Zwei Versionen: Logseq teilt sich derzeit in zwei Linien auf:
    • Logseq 0.10 – die stabile Version, die Notizen als Markdown-Dateien speichert. Diese Version installiert die Anleitung.
    • Logseq 2.0 – eine neue Version, die Notizen in einer Datenbank speichert. Sie ist noch eine Beta-Version und nur als AppImage von der GitHub-Seite des Projekts erhältlich. Für wichtige Notizen ist sie noch nicht zu empfehlen.
  • Graph: Logseq nennt einen Ordner mit Notizen einen Graph. Du kannst mehrere Graphen anlegen, z. B. einen privaten und einen beruflichen.

Installation

1. Paketlisten aktualisieren

Damit apt im nächsten Schritt die aktuelle Version von snapd kennt.

sudo apt update

2. Snap-Unterstützung sicherstellen

snapd ist der Dienst, der Snaps installiert und aktualisiert. Unter Ubuntu ist er normalerweise schon vorhanden. Dann meldet apt das nur.

sudo apt install snapd

3. Logseq installieren

Installiert Logseq als Snap. Das Snap läuft in einem abgeschotteten Bereich und darf nur auf dein Home-Verzeichnis (ohne versteckte Ordner) und auf Wechseldatenträger zugreifen. Für Notizen reicht das.

sudo snap install logseq

Prüfen: Die Ausgabe zeigt Name und Version, z. B. 0.10.15.

snap list logseq

Erste Schritte

4. Ordner für die Notizen anlegen

Logseq braucht einen Ordner, in dem es die Notizen ablegt. Er muss in deinem Home-Verzeichnis liegen und darf nicht mit einem Punkt beginnen, sonst hat das Snap keinen Zugriff. Hier als Beispiel ~/Dokumente/Logseq.

mkdir -p ~/Dokumente/Logseq

5. Logseq starten

Startet Logseq. Alternativ findest du das Programm im Anwendungsmenü unter „Logseq“.

logseq &

Prüfen: Es öffnet sich ein Fenster mit einer Begrüßung und der Schaltfläche Choose a folder.

6. Ordner als Graph auswählen

Klicke auf Choose a folder und wähle den Ordner ~/Dokumente/Logseq aus Schritt 4. Logseq richtet darin seine Unterordner ein und öffnet die Tagesseite für heute.

Prüfen: Im Ordner liegen jetzt die Unterordner journals (Tagesseiten), pages (eigene Seiten) und logseq (Einstellungen des Graphen).

ls ~/Dokumente/Logseq

Die Unterordner journals und pages erscheinen erst, sobald du den ersten Text geschrieben hast.

7. Deutsche Oberfläche einstellen

Die Oberfläche ist zunächst auf Englisch. Klicke oben rechts auf die drei Punkte … → Settings. Wähle im Reiter General bei Language den Eintrag Deutsch. Die Umstellung wirkt sofort.

8. Die Grundlagen kennenlernen

Jeder Absatz in Logseq ist ein Block. Blöcke lassen sich einrücken, verlinken und als Aufgabe markieren.

Eingabe / TastenWirkung
EnterNeuen Block beginnen
Umschalt+EnterNeue Zeile im selben Block
Tab / Umschalt+TabBlock einrücken / ausrücken
[[Seitenname]]Link auf eine Seite; existiert sie nicht, wird sie angelegt
#TagSchlagwort, ebenfalls ein Link auf eine gleichnamige Seite
/Menü mit Befehlen öffnen, z. B. Datum, Aufgabe, Überschrift
TODO am BlockanfangBlock wird zur Aufgabe mit Kontrollkästchen
Strg+EnterAufgabenstatus umschalten (TODO → DOING → DONE)
Strg+KSuche über alle Seiten und Blöcke
G, dann JZu den Tagesseiten springen (außerhalb eines Blocks)

Prüfen: Schreibe auf der Tagesseite Test mit [[Erste Seite]] und klicke dann auf den Link. Logseq öffnet die neue Seite „Erste Seite“ und zeigt unten unter Verlinkte Referenzen, dass die Tagesseite auf sie verweist.

Das Dateiformat

9. Eine Seite als Datei ansehen

Logseq speichert jede Seite als Markdown-Datei, aber in einer besonderen Form: Jeder Block ist ein Listenpunkt (- ), eingerückte Blöcke sind mit Tabulatoren eingerückt. Tagesseiten liegen in journals und heißen nach dem Datum (z. B. 2026_09_23.md), alle anderen Seiten liegen in pages. Dieser Befehl zeigt die Seite „Erste Seite“ aus Schritt 8:

cat ~/Dokumente/Logseq/pages/Erste\ Seite.md

Prüfen: Die Datei beginnt mit - . Hast du auf der Seite etwas geschrieben, steht jeder Block in einer eigenen Zeile mit - .

Weitere Bausteine des Formats:

SchreibweiseBedeutung
- TextEin Block
[[Seite]], #TagLinks auf andere Seiten
TODO Text, DONE TextAufgabe mit ihrem Status
schluessel:: wertEigenschaft (Property). Steht sie in der ersten Zeile der Datei, gilt sie für die ganze Seite, sonst für den Block darüber.
id:: 6512…Kennung eines Blocks, die Logseq anlegt, sobald ein Block von anderswo verlinkt wird

Die Einstellungen des Graphen stehen in logseq/config.edn, einer Textdatei im EDN-Format (einer Schreibweise aus der Programmiersprache Clojure). Weil alles aus Textdateien besteht, kannst du die Notizen auch mit einem Editor lesen oder mit Git versionieren. Beim Wechsel zu Obsidian lassen sich die Dateien meist direkt weiterverwenden. Nur die Listenpunkt-Struktur und die Schreibweise schluessel:: wert sind dort ungewohnt.

Optional: Notizen sichern

Weil Logseq alle Notizen als Markdown-Dateien speichert, reicht es, den Ordner ~/Dokumente/Logseq in deine normale Datensicherung aufzunehmen. Die Dateien lassen sich auch ohne Logseq mit jedem Texteditor öffnen, z. B. mit GNU nano.

Aktualisieren

Snaps aktualisieren sich automatisch im Hintergrund. Sofort aktualisieren kannst du mit:

sudo snap refresh logseq

Deinstallieren

1. Logseq entfernen

Entfernt das Snap. --purge verhindert, dass Snap vorher eine Sicherungskopie anlegt, und löscht auch die Programmeinstellungen, die das Snap unter ~/snap/logseq gespeichert hat. Deine Notizen in ~/Dokumente/Logseq bleiben erhalten.

sudo snap remove --purge logseq

Prüfen: Die Ausgabe meldet, dass kein Snap namens logseq installiert ist.

snap list logseq

2. Optional: Notizen löschen

Achtung: Dieser Befehl löscht alle Notizen des Graphen endgültig. Nur ausführen, wenn du sie nicht mehr brauchst oder vorher gesichert hast.

rm -rf ~/Dokumente/Logseq

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Open Knowledge (Freies Wissen): Alle Texte stehen unter der freien Lizenz Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) und können frei gelesen, geteilt und weiterverarbeitet werden.

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Autor: Thorsten · Installationsanleitungen für Ubuntu

Alle Anleitungen ohne Gewähr. Befehle mit sudo verändern das System – vorher lesen, dann ausführen.