GNU nano

Hinweis: Diese Inhalte wurden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überprüft (Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act).

GNU nano ist ein kleiner Texteditor für das Terminal. Er eignet sich gut, um schnell Konfigurationsdateien zu bearbeiten, auch auf Servern ohne grafische Oberfläche.

Installation

Unter Ubuntu ist nano meistens schon vorinstalliert. Die folgenden Schritte schaden aber nicht: Ist nano bereits vorhanden, meldet apt das nur.

1. Paketlisten aktualisieren

Damit apt die aktuelle Version von nano aus den Ubuntu-Paketquellen kennt.

sudo apt update

2. nano installieren

Installiert nano aus den offiziellen Ubuntu-Paketquellen. Die Dateien für die Syntaxhervorhebung (z. B. für Shell, Python, HTML) sind im Paket enthalten.

sudo apt install nano

Prüfen: Die Versionsnummer wird angezeigt.

nano --version

Erste Schritte

3. Datei öffnen

Öffnet eine Datei zum Bearbeiten. Gibt es die Datei noch nicht, legt nano sie beim Speichern an.

nano test.txt

Prüfen: Oben steht der Dateiname, unten eine Leiste mit den wichtigsten Tastenkürzeln.

4. Die wichtigsten Tastenkürzel kennenlernen

In der unteren Leiste steht ^ für die Taste Strg und M- für die Taste Alt.

TastenWirkung
Strg+O, dann EnterDatei speichern
Strg+Xnano beenden (fragt bei Änderungen, ob gespeichert werden soll)
Strg+WText suchen
Strg+\Suchen und ersetzen
Strg+KAktuelle Zeile ausschneiden
Strg+UAusgeschnittenen Text einfügen
Alt+ULetzte Änderung rückgängig machen
Strg+_Zu einer bestimmten Zeilennummer springen
Strg+GHilfe anzeigen

5. Systemdateien bearbeiten

Dateien unter /etc gehören root. Damit du sie speichern kannst, startest du nano mit sudo. Die Datei /etc/hosts dient hier nur als Beispiel.

sudo nano /etc/hosts

Prüfen: Unten erscheint beim Speichern keine Meldung wie „Keine Berechtigung“.

Optional: nano einrichten

6. Eigene Einstellungsdatei anlegen

Die Datei ~/.nanorc gilt nur für deinen Benutzer. Die Einstellungen zeigen Zeilennummern an, rücken neue Zeilen automatisch ein und fügen statt eines Tabulators vier Leerzeichen ein.

nano ~/.nanorc

Hast du die Datei schon mit eigenen Einstellungen, lösche deren alten Inhalt zuerst oder ergänze nur die fehlenden Zeilen. Füge diesen Inhalt ein (im Terminal mit Strg+Umschalt+V), speichere mit Strg+O und Enter und beende nano mit Strg+X:

set linenumbers
set autoindent
set tabsize 4
set tabstospaces

Prüfen: Beim nächsten Start von nano stehen links die Zeilennummern.

nano ~/.nanorc

7. nano als Standard-Editor festlegen

Programme wie crontab -e oder git commit öffnen den eingestellten Standard-Editor. Mit diesem Befehl wählst du aus einer Liste den Editor aus, der systemweit verwendet wird. Gib die Nummer ein, die vor /bin/nano steht.

sudo update-alternatives --config editor

Prüfen: Die Ausgabe zeigt als Link /bin/nano.

update-alternatives --query editor | grep Value

Deinstallieren

1. Eigene Einstellungen entfernen

Löscht die persönliche Einstellungsdatei, falls du sie in Schritt 6 angelegt hast.

rm -f ~/.nanorc

2. nano entfernen

purge entfernt auch die systemweite Einstellungsdatei /etc/nanorc. Hinweis: Ist nano dein Standard-Editor, stellt Ubuntu automatisch auf einen anderen installierten Editor um.

sudo apt purge nano

3. Nicht mehr benötigte Pakete entfernen

Entfernt Abhängigkeiten, die nur für nano installiert wurden.

sudo apt autoremove

Prüfen: Der Befehl wird nicht mehr gefunden.

nano --version

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Open Knowledge (Freies Wissen): Alle Texte stehen unter der freien Lizenz Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) und können frei gelesen, geteilt und weiterverarbeitet werden.

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Autor: Thorsten · Installationsanleitungen für Ubuntu

Alle Anleitungen ohne Gewähr. Befehle mit sudo verändern das System – vorher lesen, dann ausführen.