Hinweis: Diese Inhalte wurden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überprüft (Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act).
Vim
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Vim ist ein sehr leistungsfähiger Texteditor für das Terminal. Er wird komplett über die Tastatur bedient und eignet sich besonders zum Programmieren und für längere Arbeit an Textdateien.
Installation
Ubuntu bringt meist nur vim-tiny mit, eine stark abgespeckte Variante ohne Syntaxhervorhebung. Das Paket vim enthält die vollständige Version.
1. Paketlisten aktualisieren
Damit apt die aktuelle Version von Vim aus den Ubuntu-Paketquellen kennt.
sudo apt update
2. Vim installieren
Installiert die vollständige Terminal-Version von Vim aus den offiziellen Ubuntu-Paketquellen.
sudo apt install vim
Prüfen: Die erste Zeile der Ausgabe nennt die Version, z. B. VIM - Vi IMproved 9.1.
vim --version | head -n 1
3. Optional: Version mit Zwischenablage installieren
Die normale Terminal-Version kann nicht auf die Zwischenablage des Desktops zugreifen. Wenn du Text zwischen Vim und anderen Programmen kopieren willst, installierst du stattdessen vim-gtk3. Das Paket bringt zusätzlich die grafische Oberfläche gvim mit.
sudo apt install vim-gtk3
Prüfen: In der Ausgabe steht +clipboard (mit Pluszeichen).
vim --version | grep -o '[+-]clipboard'
Erste Schritte
4. Die eingebaute Übung durcharbeiten
vimtutor öffnet eine Übungsdatei, in der du die Grundlagen direkt ausprobierst. Das dauert etwa 30 Minuten und ist der beste Einstieg, weil Vim anders funktioniert als die meisten Editoren.
vimtutor de
5. Datei öffnen
Öffnet eine Datei zum Bearbeiten. Gibt es die Datei noch nicht, legt Vim sie beim Speichern an.
vim test.txt
Prüfen: Unten links steht der Dateiname.
6. Die Modi verstehen
Vim startet im Normalmodus. Dort lösen Tasten Befehle aus, statt Text zu schreiben. Zum Tippen wechselst du in den Einfügemodus.
| Tasten | Wirkung |
|---|---|
| i | In den Einfügemodus wechseln (unten steht -- EINFÜGEN --) |
| Esc | Zurück in den Normalmodus |
:w + Enter | Datei speichern |
:q + Enter | Vim beenden |
:wq + Enter | Speichern und beenden |
:q! + Enter | Beenden, ohne zu speichern |
| u | Letzte Änderung rückgängig machen |
| dd | Aktuelle Zeile ausschneiden |
| p | Ausgeschnittenen Text einfügen |
/wort + Enter | Nach „wort“ suchen, mit n zum nächsten Treffer |
:help + Enter | Hilfe anzeigen |
Die Befehle mit Doppelpunkt funktionieren nur im Normalmodus. Drücke im Zweifel vorher Esc.
7. Systemdateien bearbeiten
Dateien unter /etc gehören root. Mit sudoedit bearbeitest du eine Kopie mit deinen normalen Rechten, beim Beenden wird sie zurückgeschrieben. Das ist sicherer, als Vim komplett mit sudo zu starten. Die Datei /etc/hosts dient hier nur als Beispiel.
SUDO_EDITOR=vim sudoedit /etc/hosts
Optional: Vim einrichten
8. Eigene Einstellungsdatei anlegen
Die Datei ~/.vimrc gilt nur für deinen Benutzer. Die Einstellungen schalten Syntaxhervorhebung und Zeilennummern ein, rücken automatisch ein und fügen statt eines Tabulators vier Leerzeichen ein.
nano ~/.vimrc
Hast du die Datei schon mit eigenen Einstellungen, lösche deren alten Inhalt zuerst oder ergänze nur die fehlenden Zeilen. Füge diesen Inhalt ein (im Terminal mit Strg+Umschalt+V), speichere mit Strg+O und Enter und beende nano mit Strg+X:
syntax on
filetype plugin indent on
set number
set autoindent
set tabstop=4
set shiftwidth=4
set expandtab
Prüfen: Beim nächsten Start von Vim stehen links die Zeilennummern.
vim ~/.vimrc
9. Vim als Standard-Editor festlegen
Programme wie crontab -e oder git commit öffnen den eingestellten Standard-Editor. Mit diesem Befehl wählst du aus einer Liste den Editor aus, der systemweit verwendet wird. Gib die Nummer ein, die vor /usr/bin/vim.basic steht (bzw. /usr/bin/vim.gtk3, wenn du Schritt 3 ausgeführt hast).
sudo update-alternatives --config editor
Prüfen: Die Ausgabe zeigt als Link den gewählten Vim.
update-alternatives --query editor | grep Value
Deinstallieren
1. Eigene Einstellungen entfernen
Löscht die persönliche Einstellungsdatei und den Ordner für Erweiterungen, falls vorhanden. Achtung: Selbst installierte Plugins in ~/.vim gehen verloren.
rm -rf ~/.vimrc ~/.vim
2. Vim entfernen
Entfernt die vollständige Version und, falls installiert, die Version mit Zwischenablage. vim-tiny bleibt erhalten, weil Ubuntu es als einfachen Editor mitbringt. Ist Vim dein Standard-Editor, stellt Ubuntu automatisch auf einen anderen installierten Editor um.
sudo apt purge vim vim-gtk3
3. Nicht mehr benötigte Pakete entfernen
Entfernt Abhängigkeiten, die nur für Vim installiert wurden, z. B. vim-runtime.
sudo apt autoremove
Prüfen: Es wird nur noch die kleine Version gefunden, vim.basic fehlt.
ls /usr/bin/vim*
Hinweis: Diese Inhalte wurden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überprüft (Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act).
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